Opel Monza ++ nie ausreichend gewürdigter Youngtimer


Schon von Beginn an hatte der Monza sehr viel Spott zu erdulden – zu nahe war sein Name am kleineren pubertären Bruder Manta angelehnt, zu sehr sah er optisch aus wie ein Schrägheck-Rekord, beziehungsweise Senator, von dem er ja abgeleitet war.
Dennoch waren seine Wurzeln einfach so wenig verschleiert, unterschied er sich doch optisch noch weniger von seinem Limousinen-Bruder als Manta von Ascona, dass keine zunächst seine echten Qualitäten wahrnehmen wollte – und derer hatte er wirklich.
Mit seinem Preis von gerade einmal 25.000DM Einstandspreis unterbot er einen vergleichbar motorisierten BMW 630 CSI um locker 40%. Hinzu kam, dass seine Schrägheckkarosserie in dieser Fahrzeugklasse zwar nicht besonders angesagt war, praktisch jedoch unbestreitbare Vorteil mit sich brachte, die vor allem von Hundebsitzern geschätzt wurden.
 

Die Motorisierung des Monza ist vor allem im Falle des 3.0 Liter-Aggregates mit seinen satten 180PSgeradezu als exorbitant anzusehen. Man muss sich in diesem Kontext vor Augen führen, dass auch ein Porsche 911SC dieser Tage nicht mehr zu bieten hatte – und für den Preis eines Monza bekam man etwa einen 924 – der hatte dann gerade einmal 125PS….
Die Version des Monza, die von 81 mit leichtem Facelift noch bis 1986 gebaut wurde, verfügte zudem noch über deutliche Verbesserungen im Bereich des Fahrwerkes und der Sitze. Speziell das Fahrverhalten dieser Versionen ist noch einmal deutlich narrensicherer, obgleich schon die erste Auslegung des sportlich komfortablem Fahrwerkes kaum Wünsche offen lies.
Daß es dennoch keinen Nachfolger für den Monza nach 1986 gab, macht ihn aus Sicht des Sammlers nur umso interessanter.
Die Preise dürften in 2008 die Talsohle erreicht haben und entsprechend ansteigen, was vor allem für die etwas älteren Modelle bis 1981 mit dem grobmaschigeren grill gilt, die zudem mittlerweile mit der H-Kennzeichen betrieben werden dürfen.
Sehr gute Exemplare sind um 4000€ im Umlauf, vor allem im Rhein-Main-Gebiet und im Ruhrgebiet.
Achten muss man bei den früheren Modellen weniger auf Rost als auf unsachgemäße Nutzung der Fahrzeuge. Verbreitet:

    • ungleichmäßig abgenutzte Räder
    • nicht eingetragene Anbauten und Umbauten
      Speziell die leicht zu frisierenden Opel-Motoren haben den einen oder anderen Hinterhoftuner zu wahren Höhenflügen hingerissen. Modelle, die mit Hilfe von Feile und Hobel Leistungssteigerungen um 20% erhalten haben, sind keine Seltenheit.

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