Saab 96 – hierzulande komplett vergessen

Bei der Linie des Saab 96 kann man irgendwie noch erahnen, dass Saab tatsächlich eine Vergangenheit im Flugzeugbau hat. Die Aerodynamik des Wagens, den Saab bereits 1959 präsentierte und dann bis 1980 baute, ist für damaligen Verhältnisse ein echter Meilenstein. Sein CW-Wert lag bei erstaunlichen 0,37 – gemessen daran war ein Käfer ein Panzerschrank.
Innen ist der Saab bemerkenswert schlicht gehalten, aber das ist ja ein Grundsatz-Merkmal schwedischer Inneneinrichtungen – nicht nur in dieser Zeit. Ganz anders die Motorisierungen des Saab 96 – die waren eher karg – zu Beginn Zweitakter mit 3 Zylindern, später dann freudlose V-Motoren aus dem Konzernregal von Ford – und da wollte die auch schon keiner so recht haben, weil die weder drehfreudig noch sonst irgend etwas waren.

Saab war in dieser Zeit in Deutschland kein rechter Erfolg vergönnt. Nur der Saab 900 hatte eine echte Fangemeinde, während der Saab 96 einfach zu schrullig war. Darüber hinaus war er nicht gerade ein Schnäppchen. In den Niederlanden, Schweden und Dänemark war er schon gegen Ende der 60er Jahre ein Kultauto und ist es bis heute geblieben – dort sind die Youngtimer Szenen ohnehin sehr dicht und auch immer schon um nordische Autos gewebt gewesen.

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