#Strichachter Benz: mit dem Kopf durch die Wand

Mit Bildern wie diesem zeigte Mercedes Benz Ende der Sechziger die Qualitäten des Strichachter Benz in ebenso plakativer wie überzeugender Weise. Der Strichachter Benz bestand Crash Tests, zeigte im Innenraum, wie weit man Ecken und Kanten entschärfen konnte und ließ damit sogar die Sicherheitsprediger von Volvo ein wenig alt aussehen, was im Hause Benz sicherlich ein wichtiges Ziel war, denn zu dieser Zeit wandten sich erstaunlich viele Leute im Zuge vage transportierter 68er Gedanken Marken wie Volvo und Saab zu, die weniger spießig wirkten, als die Deutschen Vertreter dieser Zunft.

Hier musste man mit germanischen Qualitäten gegensteuern – und da war Sicherheit unzweifelhaft ein guter Gedanke, um bürgerliche Käuferschichten zurück zu erobern.
Und das funktionierte richtig gut – der Strichachter war gegen Ende seiner Bauzeit das meistverkaufte Auto Germaniens und ließ alle 100er, 200er und sonstige Volvos weit weit hinter sich.

In den 80er Jahren war der Strichachter Benz einer der wichtigsten Youngtimer – allem voran als 200D und 240D. Die nächste Generation sah zwar genau betrachtet aus wie ein Abziehbild der 68er, fand jetzt aber den spießigen Strichachter Benzr cool, weil der in alt und ein bisserl angemottet so derartig gegen das Establishment ihrer Eltern zielte, dass er den jungen Leute grade recht kam, am besten als hardcore minimalistischer 200D, bestenfalls ohne viel Ausstattung; Schiebedach vielleicht – so bevölkerte er linke Studentenstädte – gerne mit dicken Boxen auf der Hutablage, weil einfach niemand wusste, wie man mit dem Werkzeug aus Papas Garage so in die Hutablage vordringen konnte, dass man Boxen einbauen konnte.

Auch hier hatte Mercedes im Bereich Sicherheit ganze Arbeit geleistet.






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