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Kaufberatung > BMW > 7er Reihe E23 |
Der 6er kam zusammen mit dem ersten 7er auf den Markt und löste von Beginn an eine wahre Euphorie weltweit aus. Gerade in Ländern wie Japan und Südafrika war es der 6er, der den endgültigen Durchbruch der Marke brachte.Der Wagen löste die CS / CSL-Coupés ab und besticht bis heute durch seine zeitlose wie schnörkellose Form, die ausgeglichene Linie und das Ambiente, das den Spagat zwischen sportlich und seriös deutlich professioneller meistert als die Mercedes-Coupés dieser Zeit und Klasse oder die Audis - erstere wirken neben dem BMW spiessig und Limousinenhaft - letztere zu sehr goldkettenmäßig.Der 6er gilt so sehr als erhaltenswerter Klassiker, dass ihm die entsprechenden Gutachter auch schon lange vor der 30-Jahres-Grenze freudig das H-Kennzeichen gewähren.Leider sind jedoch auch die Preise entsprechend. Einerseits war der 6er schon zu Lebzeiten grundsätzlich kein billiges Auto, dann wurde er häufig als Zweit- und Drittauto richtig reicher Leute gefahren. Das beschert ihm heute ein teilweise noch sensationell neu wirkendes Erscheinungsbild.
Das ist die Lichtseite.Die Schattenseite sind die Spinner, Raser und illegalen Freaks, die bei Fahrzeugen dieser Preisklasse häufig die Finger im Spiel haben. Wer einen 6er kauft, sollte daher unbedingt auf ein Scheckheft achten, dass einen sinnvollen Zusammenhang ergibt, da das Zurückdrehen des Tachos häufig schon bei recht jungen Exemplaren durchgeführt wurde.Die ersten Vertrauenswürdigen Exemplare der zweiten Serie gibt es heute ab etwa 2500 € - richtig gute Exemplare mit Tachoständen um 150.000 kosten zwischen 4.000 und 5.000 und sind ihr Geld häufig auch wert, da die 6er und 7er in der Verarbeitungsqualität wie auch in der Qualität der verwandten Materialien ein Niveau zeigen, dass in der Weltspitze ganz vorne mitschwimmt. Beim Gebrauchtwagenkauf muss man eigentlich nur achten auf: Auspuff Geräusche beim Bremsen Geräusche von der Kardanwelle Ausgeschlagene Gelenke an der Vorderachse Kunststoffgeruch im Motorraum Letzteres deutet auf nahende oder schon bestehende Zünddefekte hin, die beim 6er tatsächlich hin und wieder vorkommen. Der Rest ist Routine: Rost ist kaum ein Thema, Radlager und Ähnliches eher besser als im Schnitt. Da die meisten Sierras von artigen Spiessern gefahren wurden, stimmen auch die Scheckhefte. Wer ein halbwegs gutes Exemplar ergattert, kann sich der kommenden Wertsteigerung sicher sein - in den heutigen Börsenzeiten kann es sich glatt lohnen, einen 6er trocken und gewachst in eine Garage zu stellen, wenn man sein Geld vermehren will. Da der Nachfolger von 1989, der 840 / 850, nach 13 Jahren erfolgreichem Understatement zu groß geriet und allzu protzig wirkte, ist dem 6er ein Platz auf dem Oldtimer-Olymp sicher, der seinen Wert heute schon sicherzustellen vermag.  Wie auch den 7er der Baureihe E23, gibt es den 6er [werksintern E24] ausschließlich mit 6Zylindermotoren. Das Leistungsspektrum reicht von 184 PS [628, 630] bis 286PS im M 635 CSI, der jedoch schon zu Lebzeiten deutlich über 100.000 Mark kostete und heute im Regelfalle in den Händen kalifornischer Sammler ist und nur Sonntags in den Sommermonaten bewegt wird. Am Häufigsten sind die Modelle 633 und 635 - die beste Empfehlung ist jedoch der 628i der zweiten Serie ab 1982. Der ist um gute 2 Liter sparsamer als die größeren Modelle und darüber hinaus auch mit Automatik eine hervorragende Kombination.Über eines sollte man sich jedoch beim Erwerb eines 6ers im Klaren sein: Ist etwas zu reparieren, so geht das, mit Ausnahme der recht günstigen Verschleißteile sofort ins Geld. Automatikgetriebe oder gar größere Motorenüberarbeitungen schlagen schon mal schnell mit 5.000 Euro zu Buche. Im Gegenzug erhält man jedoch einen Wagen, den man auch heute noch als Geschäftsführer oder Vorstand fahren kann, ohne schief angesehen zu werden - im Gegenteil: man beweist damit richtig guten Stil...
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