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Der Commodore war immer schon so etwas wie der feinere Bruder des bürgerlichen Rekord gewesen. 1967 erstmals vom Rekord C abgeleitet, sollte er die Lücke zwischen Rekord und den wirklich großen Opel mit Hilfe von 6Zylindermotoren schließen.
Den Commodore vom Rekord zu unterscheiden, fiel schon bei den Modelle A und B des Commodore etwas schwer - beim Commodore C, abgeleitet vom Rekord E1, war es wirklich nur aus der Nähe anhand von Accessoires wie etwa der Chromleiste im Kühler oder der noch schmaleren Chrombeplankung in der breiten Heckleuchten-Einhet möglich. [Speziell diese Accessoires sind heute wirklich schwer zu bekommen.] Im Regelfalle wurde der Commodore daher, trotz seines serienmäßigen 6Zylinders mit 115 PS [S] oder 130PS [E] für einen Rekord gehalten und nicht weiter beachtet. Mit dem täuschend ähnlichen Senator A war dem Wagen darüber hinaus eine so große und zudem deutlich feinere und besser motorisierte Konkurrenz erwachsen, dass sich wirklich niemand mehr nach einem Commodore umdrehte. Die Bauzeit von 1978 bis 1982 verbrachte der Commodore C daher unauffällig im Schatten seiner mit deutlich größeren Volumina gesegneten hausinternen Brüdern. Im Bereich der typischen Mängel gilt praktisch alles, was auch für den Rekord E gilt, mit der Ergänzung um die Tatsache, dass die eingebauten 2.5 Liter-Motoren weder so robust sind, wie die im Rekord verwendeten Vierzylinder oder die größeren Maschinen aus dem Senator und Monza. Ansonsten achten auf: ungleichmäßig ziehende Bremsen Rost hier und da an unkritischen Stellen leichte Neigung zu Marderbissen und porösen Benzinleitungen. Hinzu kam leider, dass der Commodore sehr schnell in die Hand von Spinnern geriet, die einen Sechszylinder spazieren fahren wollten, sich das aber eigentlich nicht leisten konnten. Dieser Faktor wurde dadurch begünstigt, dass speziell der nur 115 PS starke Commodore C 2.5 S ein ziemlicher Schluckspecht ist. Der 2.5 E mit Einspritzanlage und 130PS braucht selbst mit Automatik weniger Sprit. Wie bei den meisten Fahrzeugen gilt: die Automatik-Modelle sind deutlich haltbarer. Die Preise für den Commodore unterscheiden sich noch nicht sehr von denen für einen Rekord - dennoch kann sich aus wirtschaftlicher Sicht ein Blick auf den Sechszylinder lohnen - die kürzere Bauzeit und die schlechten Verkaufzahlen machen ihn rar - der zu erwartende Kultstatus wird die Modelle in absehbarer Zeit deutlich stärker verteuern als im Falle des Opel Rekord.
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